Krakau hat eine über 1000jährige Geschichte und so ist das kulturelle Angebot sehr breit gefächert. Die Kathedrale auf der Wawel ist auch schon 1000 Jahre alt. Es gibt eine Vielzahl an Museen zu entdecken.
Das Schloss auf der Wawel ist ein beliebtes Touristenziel und wurde von den Baumeistern Bartolomeo Berecci und Francesco Fiorentino entworfen. Die königlichen Gemächer stammen aus der Renaissance- und Barockzeit. Besonders beeindruckend sind die 143 flämischen Wandteppiche aus dem 16. Jahrhundert. Die Schatzkammer ist leider ziemlich leer, denn der Kronschatz wurde im 17. Jahrhundert geraubt. Hier befindet sich das Schwert Szerbiec, das seit 1320 das Königsschwert der polnischen Könige war. Außerdem gibt es in der Waffenkammer westeuropäische Plattenausrüstungen, Schwerter und Schilder.
Öffnungszeiten:
Di, Fr. 09:30 - 16:30 Uhr
Mi, Do 09:30 - 15:30 Uhr
Sa 09:30 -15:00 Uhr
So 10:00 -15:00 Uhr
Was das Museum besonders macht ist die Tatsache, dass es sich hierbei um das älteste Museum in Polen handelt. Die Ausstellung zeigt Bilder von so berühmten Malern wie Da Vinci, Rembrandt von der Renaissance bis zum 18. Jahrhundert.
Öffnungszeiten:
Mi, Do, Sa, So: 10 - 15:30 Uhr;
Fr: 10:00 - 18:00 Uhr
Die Ausstellung beschäftigt sich mit ikonographischen Werken aus dem alten Krakau, der Weihnachtskrippen aus Krakau und eine von Stanislaw Wypianski entwickelte Tracht. Außerdem gibt es hier noch Gemäldesammlungen und Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert.
Öffnungszeiten:
Mi, Fr, Sa, So 10 - 15:30 Uhr
Do 11:00 - 18:00 Uhr
Hier werden Schriften und Fotos von 1939 - 1945 ausgestellt. Das Gebäude ist der ehemalige Sitz der Gestapo.
Öffnungszeiten:
Mi, Fr 10:00 - 15:30 Uhr
Do 11:00 - 17:00 Uhr
In der alten Synagoge erfährt der Besucher etwas über die Geschichte und Kultur der Juden in Krakau. Außerdem befasst sich die Ausstellung mit jüdischem Kunstgewerbe, den jüdischen Feiertagen und dem Holocaust.
Offnungszeiten:
Mi, Do, Sa, So 09:00 - 15:00 Uhr
Fr 11:00 - 18:00 Uhr
Der moderne Ikonenmaler Jerzy Novosielki hat diese Kapelle entwickelt. Sie ist 10 Minuten von der Wawel entfernt.
Öffnungszeiten:
Do, Fr, Sa, So 12:00 - 16:00 Uhr
Die Gemälde zeigen historische Szenen wie z.B. "Preussische Huldigung" von Jan Matjeko oder "Empfang eines Aufständischen" von Artur Grottger.
Öffnungszeiten:
Di, Mi, Fr, Sa, So 10:00 - 15:30 Uhr
Do 10:00 - 18:00 Uhr
Öfnungszeiten:
Mo - Fr: 11:00 - 18:00 Uhr
Sa 11:00 - 14:00 Uhr
Der bekannte polnische Galerist Andrzeij Starmach fördert neue Talente und stellt Werke von jungen polnischen Künstlern aus.
Hier gibt's Grafiken und Zeichnungen der besten polnischen Grafiker zu bewundern.
Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 11:00 - 19:00 Uhr
Sa: 11:00 - 16:00 Uhr
Bei dieser Ausstellung gibt es was zu lachen: Die besten Satiriker Polens stellen Ihre Werke aus und nehmen die polnische Mentalität aufs Korn.
Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 11:00 - 18:00 Uhr
Sa: 11:00 - 15:00 Uhr
Krakau hat eine bewegte Vergangenheit, die 20.000 Jahre zurück reicht, vorzuweisen. Die Region wurde schon vor 20.000 Jahren besiedelt.
Krakau existierte schon vor der Gründung Polens als Hauptstadt des vistulischen Stammes. Der Legende nach baute der Stammesfürst Krak die Stadt auf dem Wawelhügel über einer Drachenhöhle, nachdem er den Drachen besiegt hatte. Dort befinden sich zwei Grabhügel, in denen Krak und seine Tochter Wanda begraben sein sollen. Der westslawische Stamm der Wislanen lebte im 5. Jahrhundert in der Region um Krakau. Ende des 10. Jahrhunderts stellte Krakau einen wichtigen Handelsstandort dar und wurde im Jahre 1000 zum Bischofssitz erklärt.
1038 wurde Krakau unter der Herrschaft von Kasimir I zur Hauptstadt Polens. Im 11. Jahrhundert blühte Krakau auf: Die charakteristischen Bauten im romanischen Stil wie die Wawelrotunde, die Kirchen St. Adalbert und St. Andreas, das Kloster Tyniec und Norbertanki sowie der Stadtteil Okól entstanden. Es kam jedoch auch zu Auseinandersetzungen zwischen der weltlichen und kirchlichen Macht in Polen. Dabei tötete 1079 der König Boleslaw II den Erzbischof Stanislaus. 1150 wurde eine Lateinschule gegründet, die unter der Leitung des Krakauer Erzbistums stand. 1364 wurde die Universität von Krakau gegründet.
Im 13 Jahrhundert wurde Krakau mehrmals von Tataren angegriffen. Bei dem schwersten Angriff 1214 wurde die Stadt größtenteils zerstört und nur die Wawelburg und der Stadtteil Okól überstanden den Angriff. Danach wurde die Stadt im gotischen Stil auf einem Schachbrettmuster erneut aufgebaut. Zu dieser Zeit entstanden die Marktplätze und die schachbrettartigen Straßen der Altstadt. Die Stadt profitierte vom Salzabbau und gelangte dadurch zu Reichtum. 1311 kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Polen, als Wladyslaw die Deutschen aus der Stadt vertrieb und einige hinrichten ließ. Der britische Historiker Norman Davies sah in diesen Auseinadersetzungen Züge eines polnischen Chauvinismus.
Seit 1385 existiert die polnisch-litauische Union und Krakau entwickelte sich ökonomisch, kulturell, wissenschaftlich und urban zu einem der größten europäischen Kontinentalmächte. Die Stadt wuchs weiter an und im 15. Jahrhundert zählte Krakau 30.000 Einwohner. Zu dieser Zeit entstanden viele Bauten der Gotik und Renaissance.
Das gotische Königsschloss wurde unter der Leitung von Sigismund I wieder aufgebaut und gilt heute als schönstes Bauwerk im Stil der Renaissance außerhalb von Italien. Zudem entstanden barocke Bauten wie die Peter- und- Paul-Kirche, die St.-Anna-Kirche und die Benediktinerkirche. Diese Epoche hatte allerdings auch Schattenseiten: Bei der schwedischen Invasion 1655 und 1702 wurde Prag geplündert und der Pest fielen 20.000 Menschen zum Opfer.
Bei der dritten Teilung Polens gehört Krakau 1795 den Habsburgern. Es kam zu Germanisierungstendenzen durch die Wiener Führung. Ab 1867 wurde Krakau unter der K.u.K. Monarchie zum Zentrum für polnische Kunst und Kultur. Krakau wurde neben Warschau zum Zentrum der polnischen Unabhängigkeitsbewegung.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde Krakau dem polnischen Staat zugeteilt und wurde eines der wichtigsten politischen Zentren Polens. Im zweiten Weltkrieg wurde Krakau 1939 von den Deutschen besetzt und die Konzentrationslager Plaszów und Auschwitz entstanden in der Nähe von Krakau. Während der Schrecken des dritten Reichs wurde der Stadtteil Podgórze als jüdisches Ghetto genutzt und 20.000 Menschen wurden als Arbeitssklaven gehalten und am 13.März 1943 durch die Liquidation ermordet.
Die Sowjetunion besetzte nach dem zweiten Weltkrieg Polen, was sich allerdings negativ auswirkte. Die bürgerlichen und aristokratischen Strömungen wurden unterdrückt und es kam beim so genannten Programm von Kielce zu Massakern an den jüdischen Einwohnern Krakaus. 1978 erklärte die UNESCO die Altstadt von Krakau zum Weltkulturerbe. Im gleichen Jahr wurde Johannes Paul II Papst. Nach der kommunistischen Zeit wurden die Kunstschätze Krakaus in den 1990er Jahren wieder aufgebaut.