Krakau wurde im Jahr 2000 Kulturhauptstadt und hat deshalb einiges zu bieten. Es ist eine alte Stadt und es finden sich viele original erhaltene Baudenkmäler, die vom Krieg verschont blieben. Auf dem berühmten Wawelhügel liegen das Königsschloss und die Kathedrale.
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Auf dem Wawelhügel an der Weichsel befindet sich das Königsschloss, welches sich über die Stadt erstreckt. Auf dem Wawel wurden wichtige politische Entscheidungen getroffen wie die Krönung der polnischen Könige. Die Geschichte des Bauwerks reicht bis ins Jahr 1000 zurück. Das Schloss ist im Stil der Renaissance gehalten und beinhaltet die Königsgemächer, welche mit den Arrazziteppichen aus der Renaissance ausgestattet sind. Der Gesandtensaal beeindruckt durch die Kassettendecke, die von geschnitzten Köpfen umgeben ist.
Die Kathedrale ist ein sakrales Bauwerk und wird bis heute noch als Kirche genutzt. Das Bauwerk vereint verschiedene Baustile. Die Grabmäler von Königen, Dichtern und Nationalhelden aus der Romantik befinden sich hier. Hier liegt auch die berühmte Sigismund-Kapelle. Der verstorbene Papst Johannes Paul II war an dieser Kirche Erzbischof.
Die wichtigsten Handelswege Europas wie die Hohe Straße, eine Nebenroute der Bernsteinstraße und die Salzstraße verliefen am Karakauer Marktplatz. Dort befanden sich viele Gebäude, die zum Handeln genutzt wurden. Erhalten geblieben sind die Tuchhallen, wo man heute Souvenirs kaufen kann. In der ersten Etage liegt die Galerie der polnischen Maler des 18- und 19. Jahrhunderts, welche zum polnischen Nationalmuseum gehört.
Aus dem 13. Jahrhundert stammen die Tuchhallen, welche im Mittelalter als Krämerläden genutzt wurden. Durch den Bau der neugotischen Arkaden im 19. Jahrhundert wurden die Tuchhallen fertig gestellt. Noch heute wird im Innenraum Handel betrieben. In der Halle befinden sich Gemälde polnischer Maler und Bildhauer aus dem 19. Jahrhundert.
Direkt am Marktplatz liegt die Marienkirche, die ein beeindruckendes Beispiel für gotische Architektur darstellt. In der Kirche befindet sich der Altar von Veit Stoß, eines der wichtigsten Krakauer Sehenswürdigkeiten und der größte Altar in Europa. Es hat 12 Jahre gedauert, um den Altar zu bauen.
Dieser Stadtteil zieht vor allem die jungen Krakauer an. Hier befinden sich viele Synagogen und Friedhöfe.Die Schrecken des zweiten Weltkriegs haben sich allerdings negativ auf das Viertel ausgewirkt. Wohnten vor dem dritten Reich noch 65000 Juden in dem Viertel, sind es heutzutage nur noch 200 Mitglieder. Kazimierez stellte früher ein wichtiges kulturelles Zentrum der Ostjuden dar. Steven Spielbergs berühmter Film "Schindlers Liste" wurde größtenteils in Krakau und Kazimierez gedreht.
Hierbei handelt es sich um eine Arbeiterstadt, die Platz für 100 000 Arbeiter bot. In dem dazugehörigen Hüttenwerk sollten 1,5 Millionen Tonnen Stahl jährlich produziert werden. Heute ist es ein Teil der polnischen Stahlhütten und der Besitzer ist der indische Magnat Lakszmi Mithal. Die Firma boomte in den 70er Jahren und es wurden 7 Millionen Tonnen Stahl dort produziert.
Diese Kirche hat eine ganz außergewöhnliche Form und wurde als Arche Noah gebaut.
Der Wanda-Erdhügel erinnert an die Legende über die Prinzessin Wanda. Sie war die Tochter des Fürsten Krak, der die Stadt gegründet hat. Wanda sollte bei einer arrangierten Ehe einen Ausländer heiraten, der dann auch die Herrschaft über die Stadt bekommen hätte. Um dies zu verhindern, stürzte sie sich kopfüber in den Weichsel-Fluss und wurde als Heldin für die Aufopferung zum Vaterland gefeiert.
Hier liegt der kreisförmige Grüngürtel, der die Stadt als Ersatz für die abgerissene Stadtmauer umgibt. Der Park lädt zu herrlichen Spaziergängen ein und man ist schnell wieder im Stadtzentrum.