Ziele in der Umgebung

 

Die Umgebung von Krakau ist auch sehr interessant: Die malerische Landschaft lädt zu Wanderungen und Radtouren ein, wo man das ein oder andere verschlafene Städtchen entdecken kann. Zudem kann man das ehemalige Konzentrationslager in Auschwitz besuchen, das vom dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte zeugt.

 

Salzbergwerk Wieliczka

Die Stadt Wieliczka ist 15km von Krakau entfernt und hier liegt das Salzbergwerk der Stadt. Die Salzmine existiert seit dem 13. Jahrhundert und ist das älteste Salzunternehmen in Polen. Salz galt früher als wertvolles Gut und so sicherte die Salzgrube den Reichtum in der Stadt. Mit über 1 Millionen Besuchern ist Wieliczka der am häufigsten besuchte Touristenort Polens. Die Unesco hat das Salzbergwerk als Weltkulturerbe erklärt. Durch die Abtragung von Salz sind in 700 Jahren zahlreiche Höhlen entstanden, die 327 Meter tief in den Boden reichen. Das Gelände umfasst 300km und 3000 Kammern. In den Tiefen des Bergwerks gibt es viel zu entdecken: Unterirdische Seen, Bergbauanlagen und die Kinga-Kapelle zeugen von der Vielfalt der Anlage. Die Bergleute waren kreativ und haben Skulpturen und Flachreliefs geschaffen. Auch heute werden die Salzminen noch für diverse Veranstaltungen wie Feste oder Hochzeiten und Silvesterpartys genutzt. Außerdem gibt es dort ein Sanatorium, denn die salzhaltige Luft ist gut für die Lunge und hilft bei Erkrankungen der Atemwege.

 

Dobczyce

Das Städtchen Dobczyce liegt 30 km südlich von Krakau entfernt und beeindruckt durch seine malerische Umgebung im Flusstal von Raba. Die Stadt gehört zu den ältesten in Kleinpolen und wurde unter der Herrschaft von Mieszko 1 und dem Schlossvogt Dobek gegründet. Durch die Lage an der ungarischen Route konnten sich im Ort bis zum 17. Jahrhundert verschiedene Handwerksberufe wie Schneider, Schuster, Schmied und Töpfer entwickeln. Ein Wahrzeichen des Städtchens ist die Burg, in der schon bedeutende Könige gelebt haben. Heute liegt in der Burg ein Regionalmuseum, in dem archäologische und historische Sammlungen sowie Waffenkunst ausgestellt sind.

 

Freilichtmuseum

In Dobczyce gibt es direkt an der Burg ein Freilichtmuseum, das Wohnhäuser, Gebäude und Aufenthaltsräume vom 17 - 19. Jahrhundert ausstellt. Darunter sind auch ein Getreidesilo, der Gasthof "Na Zboju", eine Zunftkammer und ein Hühnerstall.

 

Stausee

Beeindruckend ist auch der Stausee von Dobczyce, der 10 km lang und 50 Meter tief ist. Der Stausee ist für Krakau sehr wichtig, denn er dient als Trinkwasserquelle.

 

Gedenkstätte Auschwitz

Das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz Birkenau liegt etwa 70 km von Krakau entfernt und erinnert an die schreckliche Zeit des Holocaust. Es ist Symbol für den Massenmord an der jüdischen Bevölkerung. Das Arbeitslager wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe erklärt. Man sieht ein vom Stacheldraht umgebenes Gelände mit trostlosen Blocks und Baracken.

 

Ojcowski Nationalpark

Hier kann man die herrliche Natur der Region bestaunen. Das Landschaftsbild wird von Kraskalkfelsen mit Schluchten, Höhlen und Felsentoren dominiert. Außerdem befindet sich hier ein Renaissanceschloss, indem man die staatlichen Kunstsammlungen besichtigen kann.

 

Tatra

100 km südlich von Krakau entfernt befindet sich die Tatra, das höchste Gebirge Polens. Die Bergspitze ist 2499 Meter hoch. Hier gibt es auch einen Nationalpark, in dem Tierarten wie Braunbären, Murmeltiere und Gemsen eine Heimat finden. Die Bewohner der Gegend leben nach alten Traditionen und pflegen mit Trachten, Musik, Tänzen und einer typischen Küche ihre eigene Kultur. Die Stadt Zakopane ist mit 750 - 1000 Metern die höchstgelegene Stadt in Polen. Die Region eignet sich hervorragend für verschiedene Wintersportarten.

 

Sandomierz

Sandomierz ist ein verschlafenes mittelalterliches Städtchen und eignet sich für einen Tagesausflug. Es ist 140 km von Krakau entfernt. Hier gibt es schöne alte Bauten wie mittelalterliche Kirchen, Burgen, Türme und Mauern zu entdecken Das Renaissanceschloss von Baranów Sandomierski sollte man nicht vergessen: Die Fassade und die luxuriösen Gemächer sind beeindruckend. Es wird auch als "kleiner Wawel" bezeichnet.

 

Paulinerkloster in Tschechenstochau

Jedes Jahr kommen vier bis fünf Millionen Gläubige zu dem heiligen Ort der polnischen Katholiken. Die bekannteste Attraktion ist das Bild der "Schwarzen Madonna". Der Legende nach soll der Evangelist Lukas das Bild selbst gemalt haben. In der Schatzkammer befinden sich viele alte Bilder und andere Kostbarkeiten wie wertvolle Bekleidung und Spenden prominenter Besucher.